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Pflanzenbiologie: Neuenburg auf der Titelseite einer wissenschaftlichen Zeitschrift

News vom 30. Juni

Eine Studie von Forschern des Instituts für Biologie der Universität Neuenburg über Zusammenhänge zwischen verschiedenen Abwehrmechanismen von Mais gegen Schädlinge erscheint auf dem Titelblatt der Zeitschrift Plant, Cell and Environment (PCE). Urheber des ganzseitige Fotografie der Juli-Ausgabe ist Matthias Held, stellvertretender Koordinator des Nationalen Forschungsschwerpunkts (NCCR) Plant Survival, ein von der Universität Neuenburg geleitetes wissenschaftliches Netzwerk. Das Bild bezieht sich auf eine Studie, die von Matthias Erb und Kollegen durchgeführt wurde.
 
Das Verständnis der Abwehrmechanismen, welche Mais gegen Krankheitserreger und herbivore Insekten einsetzt, ist ein wichtiges Ziel der Forschung im NCCR Plant Survival. Für den auf der Titelseite der PCE beworbenen wissenschaftlichen Artikel haben Matthias Erb und seine Kollegen vom Labor FARCE *, das von Ted Turlings geleitet wird, mit dem Team von Brigitte Mauch-Mani, einer Spezialistin für Pflanzenpathologie am Labor für Zell- und Molekularbiologie, zusammengearbeitet.
 
Die zwei Forschungsgruppen konnten zeigen, dass Pflanzen, die mit der Produktion von Giftstoffen gute, direkte Abwehrstrategien gegen Schadinsekten besitzen, auch in der indirekten Abwehr sehr erfolgreich ist, da sie mit der Abgabe von Duftstoffen im Moment des Angriffs die Feinde dieser Insekten anlockt. Dieser Beleg einer positiven Korrelation zwischen zwei arten von Abwehrmechanismen ist eine Premiere im Forschungsfeld der Interaktionen zwischen Pflanzen und Insekten. Die Studie hat aber auch eine negative Korrelation gefunden: Maislinien, die gut gegen Insekten geschützt waren zeigten eine geringe Widerstandskraft gegen Krankheiterreger und vice- versa.
 
Um zu diesen Ergebnissen zu gelangen, haben die Wissenschaftler 20 vom Freiburger Unternehmen Delley Samen und Pflanzen AG (DSP AG) zur Verfügung gestellte genetisch unterschiedliche Maislinien untersucht und für jede einzelne Linie die spezifischen genetischen Merkmale festgehalten. Das Projekt stellte hohe Anforderungen an Matthias Erb der es schaffte, Experten für Pflanzenchemie, Entomologie, Ökologie und Pflanzenpathologie zusammenzubringen.
 
 
* Englisches Akronym für «Fundamental and Applied Research in Chemical Ecology», auf Deutsch «Grundlagenforschung und angewandte Forschung in chemischer Ökologie»

 

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(c) Matthias Held, Universität Neuenburg