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Ted Turlings in Belgien geehrt

pressemitteilung vom 18. Dezember

Ted Turlings, Direktor des nationalen Forschungsschwerpunkts (NCCR) Plant Survival, hat am vergangenen 13. Dezember in Brüssel den Preis der Jean-Marie-Delwart-Stiftung 2008 für chemische Kommunikation erhalten. Der Anlass fand unter der Schirmherrschaft der Königlichen Akademie der Wissenschaften und Schönen Künste von Belgien statt.

Die mit 10'000 USD dotierte Auszeichnung wurde dem Professor für Biologie der Universität Neuenburg «in Anerkennung seiner Arbeiten im Bereich der chemischen Kommunikation» zwischen Pflanzen, herbivoren Insekten und deren natürlichen Feinden «auf und im Boden» überreicht. Ted Turlings ist für seine Arbeiten über die duftenden «Hilferufe», die verletzter Mais aussendet, bekannt, und die Publikationen, die er und sein Team zu diesem Thema in erstrangigen wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlicht haben, sind vielbeachtet.

Zerstören Larven von Diabrotica die Wurzeln einer Maispflanze oder fressen Spodoptera-Raupen deren Blätter, so sendet die Pflanze zur Gegenwehr Duftstoffe aus, welche die natürlichen Feinde dieser Schädlinge anlocken. Das Resultat: Während im Boden die auf diese Weise «herbeigerufenen» Nematoden die Larven von Diabrotica infizieren, legen im Blattbereich parasitische Wespen ihre Eier in die schädlichen Raupen. Um diese natürliche Schädlingsbekämpfungsstrategie für Kulturen nutzbar zu machen, studieren Ted Turlings und seine Kollegen die chemischen Signale, welche die für die Pflanze nützlichen Organismen anlocken, und selektionieren die diesbezüglich wirksamsten Pflanzensorten.

Der Preis der Jean-Marie-Delwart-Stiftung ist die wichtigste Auszeichnung in der chemischen Ökologie, ein Wissenschaftsbereich, der chemische Interaktionen zwischen lebenden Organismen (Pflanzen, Tieren, Pilzen, Bakterien...) untersucht.

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