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Bizzzzzzness zwischen Pflanzen und Insekten

pressemitteilung vom 2. Mai 2007

Ameisen, die Pflanzen «säen», der Geruch von gestresstem Mais, heisshungrige fleischfressende Pflanzen, Verführung und Täuschung: Die neue Temporärausstellung des Botanischen Gartens der Universität und Stadt Neuenburg zeigt alle möglichen Arten von Arbeiten, die im Rahmen des Nationalen Forschungsschwerpunkts (NCCR ) Überlebenserfolg von Pflanzen, dem Partner für Natur und Umwelt, durchgeführt werden.

Um die vielfältigen Beziehungen zwischen Pflanzen und Insekten aufzuzeigen, werden Nutzen wie Nachteile für die Hauptdarsteller dieser gegenseitigen Beziehungen zusammenhängend präsentiert. Wer profitiert von wem? Die Pflanze vom Insekt, das Insekt von der Pflanze oder beide zugleich? Die Ausstellung beleuchtet nicht nur zahlreiche Aspekte, sondern veranschaulicht auch wissenschaftliche Fragen.

Wie kann man den Stress einer Maispflanze erfassen? Ganz einfach, indem man an ihr riecht. Forscher des Nationalen Forschungsschwerpunkts Überlebenserfolg von Pflanzen haben im Botanischen Garten der Universität und Stadt Neuenburg ein Experiment installiert, welches das breite Publikum fasziniert. Eine Maispflanze, die sich von einer blattfressenden Raupe angegriffen fühlt, verströmt nämlich einen Duft, der sogar von uns Menschen wahrgenommen werden kann.

Ein paar Schritte weiter beginnt das Reich der pflanzlichen Täuschungsmanöver. Hier werden Pflanzen gezeigt, die sich nicht scheuen Fäulnisgeruch zu imitieren, um Insekten (hauptsächlich Mücken) anzulocken.

Die Ausstellung beschränkt sich aber nicht nur auf den Geruchssinn. Man kann auch dem eigenartigen Konzert der Geräusche lauschen, die entstehen, wenn Ameisen trippelnd Material über unwegsames Gelände transportieren oder an Samen knabbern. Ausserdem wird ein Film gezeigt.

Einer der vielen Höhepunkte ist der Ameisenhaufen. Hier können die Besucher die kleinen, sehr gut organisierten Tierchen beobachten, welche sogar die Samen ihrer Lieblingspflanzen «aussäen». Eine Dienstleistung, die sie aber nicht umsonst verrichten! Denn die besagten Samen besitzen ein schmackhaftes, nährstoffreiches Anhängsel, auf das die Ameisen versessen sind.

Die bis zum Oktober dauernde Ausstellung wird am 13. Mai 2007 anlässlich des Frühlingsfestes eröffnet. An dieser mittlerweile traditionellen Veranstaltung des botanischen Gartens sind auch zahlreiche Stände präsent, an denen Pflanzen und Kräutertees verkauft werden oder Vereine sich vorstellen... Kommentierte Rundgänge durch den thematischen Garten, Kinderprogramme und Geschichten runden den Anlass ab. Und schliesslich kommt mit einem kleinen Imbiss, süssen Leckerbissen und Getränken auch das leibliche Wohl nicht zu kurz.

« Bizzzzzzness entre plantes
et insectes »

vom 13. Mai bis zum 7. Oktober 2007
Eintritt frei.
Die Ausstellungseröffnung ist für 11 Uhr vorgesehen

Jardin botanique de l'Université
et de la Ville de Neuchâtel
Pertuis-du-Sault 58, Neuchâtel
(Bus 9 und 9b, Haltestelle Ermitage)
Tel. +41 32 718 23 50

contacts

Colette Gremaud
Projektleiterin
colette.gremaud@unine.ch

François Felber
DireKtor des botanischen Gartens
francois.felber@unine.ch
Tel. 032 718 23 39


(c) F. Muller, collections Jardin Botanique
de Lyon