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Vitiswiss besucht den NFS Überlebenserfolg von Pflanzen

pressemitteilung vom 27. März 2006

Anlässlich der Generalversammlung der Vitiswiss vom 30. März in Neuenburg empfängt der NFS (Nationale Forschungsschwerpunkt) Überlebenserfolg von Pflanzen eine Delegation von Schweizer Weinbau-Fachleuten. Im Mittelpunkt des Programms steht der Besuch von Laboratorien, die sich auf die Bekämpfung von falschem Mehltau und Schadinsekten sowie auf die Interaktion zwischen Wurzeln, Regenwürmern und Bodenpilzen spezialisiert haben.

Die Idee zu diesem Anlass entsprang einem Treffen zwischen Professor Jean-Michel Gobat, Direktor des Laboratoire Sol et Végétation an der Universität Neuenburg und Mitglied des NFS Überlebenserfolg von Pflanzen, und Sébastien Cartillier, wissenschaftlicher Mitarbeiter der kantonalen Fachstelle für Weinbau. Sébastien Cartillier war damit beauftragt worden, die Generalversammlung 2006 der Vitiswiss (Dachverband für naturnahe Produktion im Schweizer Weinbau) in der Dreiseenregion zu organisieren. Zur Abrundung dieses Anlasses schlug er vor, den NFS Überlebenserfolg von Pflanzen zu besuchen.

Der Weinbauberater des Kantons Neuenburg will auf diese Weise «die Mitglieder der Vitiswiss für die aktuellen Forschungen im Weinbau sensibilisieren, um so eine enge Verbindung zwischen den Labors des NFS und den Produzenten zu entwickeln». Denn beide Organisationen verfolgen das gleiche Ziel: Der NFS Überlebenserfolg von Pflanzen entwickelt Lösungen für nachhaltige und umweltschonende Landwirtschaft und Vitiswiss stellt zudem Richtlinien auf, die ermöglichen, das Qualitäslabel Vinatura® zu erlangen. In der Krankheits- und Schadinsektenbekämpfung werden zum Beispiel biologische Mittel bevorzugt, um den Rückgriff auf chemische Pestizide einzuschränken.

Professor Jean-Marc Neuhaus, Vizedirektor des NFS Überlebenserfolg von Pflanzen, wird in diesem Zusammenhang am 30. März erörtern, dass das Erforschen der Abwehrsysteme einiger Rebsorten gegen den falschen Mehltau im Einklang mit der Philosophie der nachhaltigen Landwirtschaft steht. Und Patrick Guerin, Forschungsleiter in Tierphysiologie, wird ein elegantes Verfahren zur Bekämpfung bestimmter Nachtfaltern aufzeigen, deren Larven die Weintrauben zerstören. Die Methode besteht darin, männliche Falter mit Sexualduftstoffen (Pheromonen), die die Präsenz von paarungsbereitenWeibchen vortäuschen, in eine Falle mit einem Tropfen Insektizid zu locken.

Die ungefähr sechzig erwarteten Teilnehmer werden diesen Überblick mit einem Abstecher in die Rhizosphäre beenden. Jean-Michel Gobat wird die Bodenstruktur im Wurzelbereich der Reben vorstellen, ihre Entstehung erklären und die Vielfalt der Beziehungen zwischen Wurzeln, Regenwürmern und Bodenpilzen darlegen.

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datum:
30.03.2006; 15:15-17:20

ort:
Institut de chimie, av. de Bellevaux 51, Neuchâtel

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