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Gedanken zur qualität des Schweizer weines in Wädenswil (ZH) - ein treffen zwischen weinbaufachleuten und wissenschaftlerinnen

pressemitteilung vom 7. August 2003

Neuenburg, den 7. August 2003. Der an der Universität Neuenburg koordinierte Nationale Forschungsschwerpunkt (NFS) Plant Survival ("Überlebenserfolg von Pflanzen in naturnahen und landwirtschaftlichen Ökosystemen") lädt am 21. August in Wädenswil zu einem Tag des Gedankenaustausches zur Qualität des Schweizer Weines ein. Diese Veranstaltung wird gemeinsam mit der ETH-Zürich, der Landwirtschaftlichen Beratungszentrale Lindau (LBL) und der Hochschule Wädenswil (HSW) durchgeführt.

Die Tagung "Weinqualität - Chancen für den Schweizer Weinbau und Risiken durch Stressfaktoren" richtet sich an Weinproduzenten und Weinbauberater und will einen konstruktiven Dialog zwischen Praxis und Wissenschaft in Gang bringen. Initiiert wurde das Treffen von Susanne Vogelgsang, Wissens- und Technologietransferbeauftragte des NFS Plant Survival, Danilo Christen (ETHZ), Lukas Keller (LBL) und Wolfgang Patzwahl (HSW).

Der erste Schwerpunkt der Tagung wurde mit Blick auf die wirtschaftlichen Schwierigkeiten gewählt, mit denen die Weinbaubetriebe zu kämpfen haben. Dietrich Marbé-Sans von der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Agrarwirtschaft und Landtechnik in Tänikon wird über ökonomische Aspekte des Qualitätsweinbaus in der Schweiz sprechen.

Die wissenschaftliche Sicht vertritt neben anderen Sprechern Danilo Christen, Doktorand beim NFS Plant Survival mit einem Vortrag zum Thema: "Eutypiose und Esca, zwei Holzkrankheiten auf dem Vormarsch". Wolfgang Patzwahl, Direktor des Fachgebiets Weinbau an der HSW, wird über die Konsequenzen verschiedener Stressfaktoren auf die Qualität von Most und Wein sprechen.

Das Interesse an diesen beiden Problembereichen führte zu einem gemeinsamen Forschungsprojekt zwischen der HSW und dem NFS Plant Survival. Ziel dieses Vorhabens ist, die Auswirkungen von Eutypiose und Esca auf die Weinqualität abzuschätzen. Da zwischen dem Befall der verletzten Stöcke durch krankheitserregende Pilze und den ersten sichtbaren Symptomen auf Blättern und Stielen mehrere Jahre vergehen können, stellt sich die Frage, wie lange nach der Infektion noch ein gute Weinqualität erreicht werden kann.

Die Teilnehmenden werden sich auch aktiv an verschiedenen Versuchen beteiligen können. Dabei werden sie in molekulare Methoden zur Bestimmung von krankheitserregenden Pilzen eingeführt, und erhalten Gelegenheit, Geräte kennenzulernen, die von den WissenschaftlerInnen bei ihrer Laborarbeit täglich verwendet werden. Weiterhin verfügt die HSW auf der Halbinsel Au über einen Versuchsweinberg, dessen Besichtigung auf dem Programm dieser Austauschtagung nicht fehlen darf.

MedienvertreterInnen sind herzlich zu der Tagung eingeladen.

Programm und Anmeldung oder www.unine.ch/nccr/ dann Events>Meetings> Special KTT events> Meeting between winegrowers.

für weitere information

Danilo Christen, EPFZ
Institut des sciences végétales
tel +41 1 632 48 36
danilo.christen(at)ipw.agrl.ethz.ch

Wolfgang Patzwahl
Hochschule Wädenswil,
tel +41 1 789 99 05
w.patzwahl(at)hswzfh.ch

Redaktor: Igor Chlebny