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Öffentlichkeitsarbeit

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Allgemeine Informationen

Die dunkle und die helle Seite der Macht: Wissenschaftliche Bildung und Informationsaustausch mithilfe von Mikroben

Dieses Projekt, finanziert vom Agora Programm des SNF, bezweckt, durch das Konzept des Lernens durch Engagement (Service Learning), eine Verbindung zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu schaffen.

Lernen durch Engagement (Service-Learning) ist eine Lehr- und Lernstrategie, die gemeinnützige Arbeit mit bürgerlicher Verantwortung verbindet und gleichzeitig die Verbreitung von wissenschaftlichen Kenntnissen fördert. Diese Lernstrategie erlaubt den Studenten sich in der Gemeinschaft vor Ort zu engagieren und ihre Fähigkeiten in der Lehre und in der Wissensvermittlung an ein breites Publikum auszubauen. Zusätzlich hat dieser Ansatz einen positiven Effekt auf die Gesellschaft, indem er wissenschaftliche Kenntnisse vermittelt und verbreitet und wissenschaftliche Laufbahnen fördert.

Unsere Ziele sind…

  • das Prinzip des Lernens durch Engagement in der Schweiz bekannt zu machen und eine Brücke zwischen den Universitäten und Schulen zu schlagen.
  • Lernen durch Engagement bei Lehrern, Schülern und Eltern bekannt zu machen.
  • Lehrmaterial zu entwickeln, das an verschiedene Lernstufen angepasst ist (Kindergarten, Primar- und Sekundarstufe) und es in allen drei Landessprachen zur Verfügung zu stellen.
  • die Finanzierung für diesen Ansatz sicher zu stellen indem Gelder für die langfristige Förderung eingeworben werden (z.B. durch Crowdfunding).

Was wir erreichen wollen ist…

  • die Wissenschaftliche Berufung von Studenten zu fördern und Anreize zu schaffen.
  • zukünftigen Wissenschaftlern Hilfsmittel zur Wissensvermittlung an ein breites Publikum zur Verfügung stellen.
  • Wesentliche wissenschaftliche Erkenntnisse bekannt zu machen, die aktuelle soziale Probleme betreffen.

Lernen durch Engagement kann dazu genutzt werden, Erkenntnisse über soziale Probleme, die sowohl für die wissenschaftliche Gemeinschaft als auch für die angesprochene Zielgruppe relevant sind, direkt zu vermitteln. Dazu schlagen wir vor, sich auf zwei aktuelle Probleme zu konzentrieren:

Die dunkle Seite der Macht:
Projekte: Pilot-Veranstaltung 2019, APP 2020 & Service Learning)

Antibiotika-Resistenz spiegelt normalerweise den negativen Aspekt von Mikroben wider, indem Mikroben mit Krankheiten in Verbindung gebracht werden. Öffentliche Initiativen betonen die Bedeutung einer effektiven Kommunikation und Weitergabe der wissenschaftlichen Erkenntnisse zu diesem Thema. Allerdings sprechen sie nicht den Bedarf an Bildung an und versäumen, das pädagogische Potenzial dieses Themas zu nutzen, um wissenschaftliche Kenntnisse zu erweitern.

Wir nutzen in diesem Projekt Antibiotika-Resistenz wegen des pädagogischen Potenzials: so können grundlegende mikrobiologische Kenntnisse erlangt werden, es kann über dieses wichtige soziale Problem und darüber wie die Wissenschaft versucht, eine Lösung zu finden diskutiert werden und ausserdem die Schüler direkt in die Suche nach Lösungen eingeschlossen werden. Dieser Ansatz ist übrigens an das Programm Tiny Earth angelehnt, ein weltweites Netzwerk aus Lehrern und Studenten, mit dem Ziel, die Schüler selbst neue Antibiotika im Erdreich finden zu lassen!

2. Die helle Seite der Macht:
(Projekt: Pilot-Veranstaltung 2019)
Die Aufarbeitung von Umweltverschmutzung, verursacht z.B. durch Metalle, hebt die positive Rolle von Mikroben und ihr biotechnologisches Potential hervor.
Tatsächlich können Mikroben zum Recyclen von nicht-erneuerbaren, für die technische Entwicklung der modernen Gesellschaft nötigen Ressourcen (z.B. Metallen) aus (elektonischem) Abfall eingesetzt werden. Dies ist eine nachhaltige Antwort auf die Probleme, die durch den Abbau von Metallen verursacht werden.
Dieses Beispiel ist ein ideales Mittel, um anhand der positiven Eigenschaften von Mikroorganismen, einem Laienpublikum, wie etwa Schülern, Zugang zur wissenschaftlichen Kultur und zur Rolle der Forschung für die Gesellschaft zu bieten.

Wenn Sie an diesem Ansatz interessiert sind oder wenn Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte an: microbes.ecole@unine.ch

Pilot-Veranstaltung 2019

Um herauszufinden, wie das Konzept des „Service Learning“ in unsere Studien und Lehrveranstaltungen integriert werden könnte, haben wir eine Pilot-Veranstaltung im Rahmen unseres Kurses „Mikrobiologische Ökologie“ im Master-Studium Biologie durchgeführt.
Die Studenten wurden in zwei Gruppen eingeteilt, entsprechend der beiden wissenschaftlichen Themenkomplexe von „Antibiotika-Resistenz“ und „Sanierung von mit Metall belastetem Boden“. Jede Gruppe erarbeitete eine einfache wissenschaftliche Frage und entwarf ein Experiment, um diese Frage zu beantworten. Anschliessend sollten die Studenten eine Veranstaltung erarbeiten, die ihr Projekt einem Zielpublikum von Schülern der Altersklassen von 7 und 10-11 Jahren vermittelt. (Video)

 

APP 2020

Problembezogenes Lernen ist ein Konzept, das auf Studenten des 3. Jahres im Bachelor Studium Biologie angewandt wird. In diesem Rahmen boten wir ein Projekt an, mit dem Ziel, mithilfe eines experimentalen Ansatzes potentielle neue Antibiotika in Isolaten zu entdecken, die zuvor in der Umgebung gesammelt wurden. Aufgrund des Covid-19 Ausbruchs, konnte der experimentelle Ansatz nicht durchgeführt werden und vier Studenten mussten sich auf den Teil konzentrieren, der die Problematik der Antibiotika Resistenz der Öffentlichkeit nahebringen soll.
Dafür mussten sie ein Publikum bestimmen und ein Mittel, mit dem dies unter Einhaltung der Kontaktbeschränkungen erreicht werden kann. Aufgrund der knappen Zeit beschlossen die Studenten, sich über Instagram an ein Zielpublikum von 18 bis 30 Jährigen zu wenden. Dies ermöglichte den Zugang zu schnellen und interaktiven Kommunikationsmitteln. (Video Instagram Quiz)

 

Service learning/Lernen durch Engagement

Wir haben eine Veranstaltung im Rahmen eines Wahlfaches entwickelt, die sich an Studenten im dritten Jahr des Bachelor Studiums in der Biologie richtet. Das Ziel dieser Veranstaltung von 28 Stunden (3 ECTS) ist es, den Studenten die Möglichkeit zu geben, in eigenständiger Weise eine Strategie zu entwickeln, mit deren Hilfe wissenschaftliche Erkenntnisse an ein Laienpublikum vermittelt werden können. In unserem Fall waren das Publikum Schülerinnen und Schüler der Stufen 2H bis 8H. Sowohl das Thema als auch die Herangehensweise an das Thema wurden in Diskussionen zwischen den Studenten, den Klassenlehrern und den Professoren ausgewählt, um alle Partner zu beteiligen.

Die Lehre im Frühlingssemester 2020 wurde durch UNINE von Geldern aus einem Fonds für innovative pädagogische Projekte bezahlt (PROJETS PÉDAGOGIQUES INNOVANTS, PPI).