Modèle de zone alluviales Suisse

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Ausgangslage
Aufgrund ihres positiven Einflusses auf die Gewässerstrukturen, Artenvielfalt, und Ökosystemfunktionen können Biber für eine effektive Naturschutzstrategie, als Instrumente zur Erreichung verschiedener Naturschutzziele sowie für die Renaturierung von Gewässern und Feuchtgebieten eingesetzt werden. Stellt man ihnen geeignete Flächen zur Verfügung, können sie diese «gratis» in äusserst artenreiche Biotope umwandeln und wichtige Ökosystemdienstleistungen für uns Menschen erbringen.

In diesem Projekt wird der Wasserrückhalt für die heutige Verbreitung von Biber-Auen modelliert. Wir wollen aber auch das Potenzial für die ganze Schweiz unter Berücksichtigung der zukünftigen Ausbreitung des Bibers erfassen. Bekannte Ökosystemdienstleistungen werden in das Modell integriert und sollen schweizweit abgeschätzt werden. Dieses Modell bietet eine Planungsgrundlage für das Bibermanagement in der Schweiz, dient aber auch den nachfolgenden Modulen Kohlenstoffkreislauf und Stickstoff- und Phosporkonzentration als Grundlage um deren Ergebnisse schweizweit für die Zukunft abzuschätzen.

Ziel ist es, ein Werkzeug zu entwickeln, mit dem Regionen identifiziert werden können, die vom Biber durch den Bau von Dämmen vernässt oder überschwemmt werden können. Damit können einerseits Flächen ausfindig gemacht werden, auf denen zum Beispiel feuchte Wälder gefördert werden können. Andererseits können damit im Offenland aber auch Konfliktgebiete proaktiv erkannt und allfällige Massenahmen zur Lösung der Konflikte geplant werden, bevor sie erst entstehen. Dies wird für das zukünftige Bibermanagement für die Vollzugsbehörden in den Kantonen von grosser Bedeutung sein.