Fermer
_flsh_langue_langue_litterature_allemande_choix.jpg

Cours proposés

Herbstsemester 2016

Lecture dirigée I : Leseliste (Montag 13.15-14.00 Uhr)
In diesem Kurs geht es darum, dass Sie sich ausgewählte Werke der deutschen Literatur integral erarbeiten. Die entsprechenden Werke können von einer Liste gewählt werden, die zu Beginn des Semesters in einer ersten gemeinsamen Sitzung abgegeben und kommentiert wird. Nach dieser ersten Sitzung werden Sie sich im Abstand von einigen Wochen mit dem Dozenten für individuelle Zwischenbilanzen treffen. Abgeschlossen wird der Kurs, der sich über zwei Semester erstreckt, durch eine halbstündige mündliche Prüfung zu den gelesenen Werken. Diese Prüfung wird gegen Ende des Frühlingssemesters 2017 stattfinden.

Hauptseminar I : Ingeborg Bachmann (Interpretationsseminar, Montag 11.15-12.45 Uhr)
Ingeborg Bachmann (1926–1973) ist eine der bedeutendsten deutschsprachigen Autorinnen der Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg. Das Spektrum ihres Œuvres reicht von Gedichten bis zu Hörspielen, von Essays bis zu Erzählungen und von Romanen bis zu Opernlibretti. Im Rahmen des hier angebotenen Seminars werden wir uns diesem vielfältigen Œuvre anhand ausgewählter Werke nähern und zugleich zentrale Entwicklungen der Literatur von den späten 1940er bis in die frühen 1970er Jahre thematisieren.
Bitte kaufen Sie die folgende Ausgabe: Ingeborg Bachmann: Sämtliche Erzählungen. [Piper-Verlag]. München 2003. – Empfohlen wird auch die Anschaffung des Reclam-Bändchens „Interpretationen. Werke von Ingeborg Bachmann“, hg. von Mathias Mayer. Stuttgart 2001.
Das Seminar ist offen für Master-Studierende sowie für Studierende im 3. Jahr des BA. Die Anforderungen an den  Leistungsnachweis – eine schriftliche Hausarbeit – werden je nach Niveau (MA oder BA) angepasst.

Proseminar I : Theorie und Geschichte der Kriminalerzählung (Montag 14.15-15.45 Uhr)
Verbrechen – und deren Aufklärung – waren seit je ein Thema der Literatur; man denke nur an die Ermittlungsarbeit von Oedipus im gleichnamigen Stück von Sophokles. Doch die eigentliche Kriminalerzählung ist eine relativ späte Erscheinung. In diesem Kurs wollen wir ihren Anfängen im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert nachgehen und dann über verschiedene Stationen hinweg verfolgen, wie sich dieses Genre bis in die Gegenwart entwickelt hat. Ergänzt wird dieser historische Überblick durch die Lektüre von Ausschnitten aus theoretischen Texten zur Gattung der Kriminalerzählung (und der Detektivgeschichte).
Zur kursbegleitenden Lektüre empfohlen sei: Jochen Vogt (Hg.): Der Kriminalroman. Poetik, Theorie. Geschichte. (UTB 8147). München 1998.
(Leistungsnachweis: schriftliche Hausarbeit)

Vorlesung : Goethes „Faust“ (Dienstag 10.15-11.45 Uhr)
Diese Vorlesung soll die Gelegenheit bieten, sich vertieft mit dem vielleicht berühmtesten Werk der deutschen Literatur überhaupt zu beschäftigen. Zunächst wird es darum gehen, in der gebotenen Kürze die Geschichte des Faust-Stoffes in der frühen Neuzeit nachzuzeichnen. Dann werden wir uns aber vor allem textnah mit den beiden Teilen von Goethes „Faust“ auseinandersetzen. In den letzten Stunden soll schliesslich noch kurz die Rezeption von Goethes Werk angesprochen werden.
Zur Vorbereitung auf die einzelnen Vorlesungen sollten jeweils (gemäss Ankündigung) Abschnitte aus Goethes Werk gelesen werden; in diesem Zusammenhang sei die folgende, günstige Reclam-Ausgabe empfohlen: Johann Wolfgang Goethe: Faust. Der Tragödie Erster Teil. Stuttgart 1986 (ca. 3.90 Fr.); ders.: Faust. Der Tragödie Zweiter Teil. Stuttgart 2012 (ca. 5.90 Fr.). Sie können aber auch eine andere Ausgabe verwenden; und Sie können gerne auch – als Ergänzung zur Lektüre im deutschen Original – einen Blick in eine französische Übersetzung werfen; zum Beispiel in diejenige in der Pléiade-Ausgabe: Johann Wolfgang Goethe: Théâtre complet. Paris 1988.
 (Leistungsnachweis: 2-stündige schriftliche Prüfung).

Doktoranden-Veranstaltungen (nach Ankündigung)
Im Rahmen des CUSO-Doktoratsprogramms finden verschiedene Veranstaltungen statt, die allen Doktorierenden offenstehen: https://deutsch.cuso.ch/willkommen/


Frühlingssemester 2017

Lecture dirigée II : Leseliste (Montag 13.15-14.00 Uhr)
Vergleiche den Kommentar zur Lecture dirigée I (Herbstsemester 2016).

Hauptseminar II : Ursprungsfiktionen (Tronc commun, textes en contexte, Montag 11.15-12.45 Uhr)
Wer angesichts bestimmter Phänomene danach fragt, wie diese entstanden sind, fragt nach deren Ursprüngen; und wo es um Ursprünge geht, wird erzählt. In diesem Seminar wollen wir uns mit verschiedenen Formen und Varianten solcher Ursprungserzählungen beschäftigen, wie sie nicht nur in Mythen (z.B. in Schöpfungsgeschichten) und Sagen (z.B. in Gründungssagen bestimmter Städte), sondern auch in der Philosophie und der Wissenschaft auszumachen sind. So werden gerade im philosophischen Diskurs des 18. Jahrhunderts immer wieder Ursprungserzählungen entworfen, um die Anfänge des Kosmos, des Staats, der Zivilisation, der Sprache, der Kunst etc. etc. zu erklären; und im 19. Jahrhundert gewinnen Erzählungen von Ursprüngen im Rahmen nationaler Geschichtsschreibung eine unübersehbare politische Bedeutung. – Für uns, als Literaturwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler wird es darum gehen, die narrativen Verfahren in diesen Ursprungserzählungen herauszuarbeiten und nach dem Verhältnis von Fakten und Fiktionen zu fragen. – Im Zentrum werden Texte von Leibniz, Herder, Goethe, Schiller, Kleist u.a. stehen. Das genaue Programm wird zu Beginn des Semesters bekanntgegeben; geplant sind auch zwei Sitzungen, in denen wir uns mit den Teilnehmern eines Seminars von Frau Prof. Nathalie Vuillemin austauschen, in dem es um dasselbe Phänomen in der französischen Literatur geht.
Angeschafft werden sollte: Johann Gottfried Herder: Abhandlung über den Ursprung der Sprache. Hg. von H.D. Irmscher. Stuttgart 1986 (ca. 6,90 Fr.).
Das Seminar ist offen für Master-Studierende sowie für Studierende im 3. Jahr des BA. Die Anforderungen an den  Leistungsnachweis – eine schriftliche Hausarbeit – werden je nach Niveau (MA oder BA) angepasst.

Proseminar II : Lyrik um 1900 (Montag 14.15-15.45 Uhr)
Der Aufbruch in die literarische Moderne lässt sich um 1900 in der Gattung der Lyrik besonders anschaulich verfolgen. Freilich lässt sich dieser Aufbruch nicht auf einen Nenner bringen. Vielmehr ist das lyrische Schaffen in jenen Jahrzehnten unmittelbar vor und nach der Jahrhundertwende von ganz unterschiedlichen Strömungen geprägt. Dieser Vielfalt wollen wir uns anhand ausgewählter Gedichte von Arno Holz, Hugo von Hofmannsthal, Stefan George, Rainer Maria Rilke, Gottfried Benn, Else Lasker-Schüler und anderen annähern; zugleich bietet dieser Kurs auch die Gelegenheit, die Grundlagen der Gedichtanalyse zu vertiefen.
(Leistungsnachweis: 2-stündige schriftliche Prüfung)

Vorlesung : Literatur und/als Abenteuer (Dienstag 10.15-11.45 Uhr)
Seit der Antike werden in der Literatur Abenteuer erzählt – man denke nur an Homers „Odyssee“. Die Art und Weise, wie Abenteuer konzeptualisiert werden, verändert sich freilich im Laufe der Jahrhunderte mehrfach. Diesen Veränderungen soll in dieser Vorlesung nachgegangen werden, wobei der Schwerpunkt auf der Entwicklung des Abenteuerbegriffs und der Abenteuerliteratur in der Zeit vom 17. bis zum 20. Jahrhundert liegen wird. Das Spektrum der behandelten Autoren wird von Grimmelshausen über Wieland bis zu Karl May, Arthur Schnitzler, Hugo von Hofmannsthal und Christoph Ransmayr reichen, wobei auch theoretische Texte wie Georg Simmels „Philosophie des Abenteuers“ behandelt werden. Gerade von dieser „Philosophie“ Simmels her wird auch deutlich, inwiefern Literatur nicht nur von Abenteuern handeln, sondern selber – im Lektüreerlebnis – zum Abenteuer werden kann.
(Leistungsnachweis: 30-minütige mündliche Prüfung)

Doktoranden-Veranstaltungen (nach Ankündigung)
Im Rahmen des CUSO-Doktoratsprogramms finden verschiedene Veranstaltungen statt, die allen Doktorierenden offen stehen: https://deutsch.cuso.ch/willkommen/