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Cours proposés

Herbstsemester 2017

Lecture dirigée I : Leseliste (Montag 13.15-14.00 Uhr)
In diesem Kurs geht es darum, dass Sie sich ausgewählte Werke der deutschen Literatur integral erarbeiten. Die entsprechenden Werke können von einer Liste gewählt werden, die zu Beginn des Semesters in einer ersten gemeinsamen Sitzung abgegeben und kommentiert wird. Nach dieser ersten Sitzung werden Sie sich im Abstand von einigen Wochen mit dem Dozenten für individuelle Zwischenbilanzen treffen. Abgeschlossen wird der Kurs, der sich über zwei Semester erstreckt, durch eine halbstündige mündliche Prüfung zu den gelesenen Werken. Diese Prüfung wird gegen Ende des Frühlingssemesters 2018 stattfinden.

Hauptseminar I : Thomas Mann (Interpretationsseminar [auf Anfrage auch als anderer Seminartyp anrechenbar], Montag 11.15-12.45 Uhr)
Thomas Mann (1875–1955) gehört zu den wenigen deutschen Autoren, die weit über den deutschen Sprachraum hinaus in breiten Kreisen bekannt sind. Seine Schaffenszeit spannt sich von der Jahrhundertwende um 1900 bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, und es wird in diesem Seminar darum gehen, Manns Entwicklung in jenen – auch politisch höchst bewegten – Jahrzehnten anhand ausgewählter Werke und Textausschnitte nachzuvollziehen.
Bitte kaufen Sie bereits vor Seminarbeginn die folgende Taschenbuch-Ausgabe: Thomas Mann: Der Tod in Venedig. (In der Fassung der Grossen kommentierten Frankfurter Ausgabe.) Frankfurt am Main 2017.
Das Seminar ist offen für Master-Studierende sowie für Studierende im 3. Jahr des BA. Die Anforderungen an den  Leistungsnachweis – eine schriftliche Hausarbeit – werden je nach Niveau (MA oder BA) angepasst.

Proseminar I : Goethes Die Leiden des jungen Werther(s) (Montag 14.15-15.45 Uhr)
Goethe war erst 25 Jahre alt als er im Jahre 1774 Die Leiden des jungen Werthers publizierte – und damit fast schlagartig in ganz Europa berühmt wurde. In diesem Kurs wollen wir uns ausführlich diesem eigentlichen ‚Kultbuch’ widmen. Klar im Vordergrund stehen wird dabei die Auseinandersetzung mit dem Text – wobei auch dem Vergleich der ersten Fassung von 1774 mit der zweiten von 1787 genügend Platz eingeräumt werden soll. Darüber hinaus werden wir uns aber auch, wenigstens punktuell, mit den vielfältigen Rezeptionsphänomenen rund um dieses ‚Kultbuch’ beschäftigen.
Bitte kaufen Sie die folgende Ausgabe mit dem Text der ersten Fassung: Johann Wolfgang Goethe: Die Leiden des jungen Werthers (Erste Fassung 1774). Stuttgart: Reclam-Verlag 2009.
(Leistungsnachweis: schriftliche Hausarbeit)

Vorlesung : Vom Nutzen (und Nachteil) der Literatur (Dienstag 10.15-11.45 Uhr)
Nützt die Literatur etwas? Soll sie überhaupt etwas nützen? Und wenn ja: Was könnte das für ein Nutzen sein? – Die Frage nach dem Nutzen der Literatur wurde im Laufe der Jahrhunderte ganz unterschiedlich beantwortet, und es wird in dieser Vorlesung darum gehen, anhand ausgewählter Beispiele nachzuzeichnen, wie die entsprechenden Antworten ausgesehen haben. Nach einem kurzen Abstecher in die Antike und ins Mittelalter sowie die Frühe Neuzeit werden wir uns vor allem mit den Antworten beschäftigen, die in der Zeit von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis heute gegeben wurden.
(Leistungsnachweis: 2-stündige schriftliche Prüfung)

Doktoranden-Veranstaltungen (nach Ankündigung)
Im Rahmen des CUSO-Doktoratsprogramms finden verschiedene Veranstaltungen statt, die allen Doktorierenden offenstehen: https://deutsch.cuso.ch/willkommen/


Frühlingssemester 2018

Lecture dirigée II : Leseliste (Montag 13.15-14.00 Uhr)
Vergleiche den Kommentar zur Lecture dirigée I (Herbstsemester 2017).

Hauptseminar II : Exotismus und Literatur (Tronc commun, textes en contexte [auf Anfrage auch als anderer Seminartyp anrechenbar], Montag 11.15-12.45 Uhr)
Exotisches war seit je eine fruchtbare Inspirationsquelle für die Literatur. Und die Literatur ihrerseits hat in vielen Fällen wiederum die Wahrnehmung exotischer Welten mitbeeinflusst. – Im Rahmen dieses Seminars wollen wir anhand ausgewählter Beispiele dem Themenkomplex ‚Exotismus und Literatur’ in der Zeit seit der Aufklärung nachgehen. Dabei soll dieser Komplex nicht als isoliertes ästhetisches Phänomen, sondern immer auch in seiner historisch-politischen Dimension betrachtet werden. Oder anders gewendet: Man kann nicht vom Exotismus in der Literatur sprechen, ohne zugleich auch vom Kolonialismus und der europäischen Erschliessung der Welt zu sprechen. – Behandeln werden wir Texte von Autoren wie  Georg Forster, Johann Wolfgang Goethe, Nikolaus Lenau, Ferdinand Freiligrath, Karl May, Robert Müller, Christoph Ransmayr und anderen. Das genaue Programm des Seminars wird zu Beginn des Semesters bekanntgegeben.

Proseminar II : Heinrich von Kleist als Erzähler (Montag 14.15-15.45 Uhr)
Heinrich von Kleist (1777–1811), der sich mit 34 Jahren auf dem Wannsee bei Berlin erschoss, lässt sich kaum mit den herkömmlichen Kategorien der Literaturgeschichte erfassen. Er hinterliess ein dramatisches und erzählerisches Œuvre, das Generationen von Leserinnen und Lesern immer neu irritiert und fasziniert hat. In diesem Proseminar wollen wir uns auf den Erzähler Kleist konzentrieren, der mit Texten wie Das Erdbeben in Chili oder Das Bettelweib von Locarno zum festen Kanon der deutschen Literatur gehört. Das wird uns nebenher auch die Möglichkeit bieten, gewisse erzähltheoretische Begriffe aus dem Einführungskurs zu vertiefen.
Bitte kaufen Sie die folgende Ausgabe:
Heinrich von Kleist: Sämtliche Erzählungen und andere Prosa. Mit einem Nachwort von Walter Müller-Seidel. Stuttgart: Reclam-Verlag 1986.
(Leistungsnachweis: 2-stündige schriftliche Prüfung)

Vorlesung : Jugendbewegungen in der deutschen Literatur (Dienstag 10.15-11.45 Uhr)
Spricht man im deutschen Kontext von „Jugendbewegung“, so denkt man vor allem an den Aufbruch der Jugend um und nach 1900. Doch nimmt man den Begriff in einer weiteren Bedeutung, so darf er durchaus auch auf andere kulturelle Aufbruchsbewegungen angewendet werden, die im Namen der Jugend oder einer jüngeren Generation erfolgten. In dieser Vorlesung werden wir mehreren solchen Aufbruchsbewegungen in ihren spezifisch literarischen Varianten nachgehen. Anfangen werden wir in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts beim Göttinger Hainbund und der Sturm-und-Drang-Bewegung. Dann werden wir über die Frühromantik, das sogenannte ‚Junge Deutschland’ sowie die Beschwörung der Jugend in der Literatur um 1900 sprechen. Und schliesslich sollen literarische Phänomene von Jugendbewegungen im 20. Jahrhundert – insbesondere im Umfeld von 1968 – besprochen werden. Das genaue Programm wird zu Beginn der Vorlesung bekanntgegeben.
(Leistungsnachweis: 30-minütige mündliche Prüfung)

Doktoranden-Veranstaltungen (nach Ankündigung)
Im Rahmen des CUSO-Doktoratsprogramms finden verschiedene Veranstaltungen statt, die allen Doktorierenden offen stehen: https://deutsch.cuso.ch/willkommen/